pixel

August 2025
SunMonTueWedThuFriSat
12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31
December
pixel pixel

pixelanfang . themen . suchen . antville  ...  login
 
pixel8308 . 2024.12.04
pixelbeim kohlehydrat. bedienen sie sich.
 
pixel
         
pixel pixel

Source: 0_kreis3.gif

wenn aus gelebten erinnerungen



diplomarbeitsreife zeitgeschichte wird.

Weidinger, Leonhard: Arena. Die Besetzung des Auslandsschlachthofes St. Marx im Sommer 1976 als kulturelles und politisches Ereignis. 1998. dipl-arbeit hier - aber nur aufgelistet - gefunden.

hehehe witzig... eigentlich ein fall fuer das nothing blog. ;)

nachzulesendes drinnen.

 

      

2003.10.25, 24:50 . kohlehydrat . comment link

Die Arena-Bewegung Es gab mit einigen Jahren Verspätung eine genuine 68er Bewegung in Wien, die alle Zeichen einer fröhlichen Vermischung der inzwischen getrennt marschierenden Milieus zeigte. Wie bei allen realen politischen Ereignissen, gab es zwar auslösende Aktionen, doch die tatsächlichen Ereignisse hatte niemand geplant, geschweige denn, vorausgesehen. Die „Arena“ war ein riesiges Gelände. Erbaut 1915 bis 1926 diente sie jahrzehntelang als Schlachthof. 1976, längere Zeit nicht mehr im Betrieb, sollte sie abgerissen werden. Da es sich um ästhetisch einmalige Ziegelbauten handelte, setzte sich eine Gruppe von ArchitektInnen gegen die geplante Schleifung ein. Aus einem Solidaritätskonzert entwickelte sich rasch eine bedeutende Bewegung, das Areal wurde am 27. Juni 1976 besetzt, über 70.000 Unterschriften für die autonome Nutzung gesammelt. Was machte damals 68 wieder so lebendig? Einerseits verschmolzen die unterschiedlichsten politischen, kulturellen und sozialen Milieus nicht nur in proklamierter Solidarität, sondern auch im praktischen Gebrauch des Geländes. Andererseits – und das ist für mich der entscheidende Punkt – konnte und wollte niemand sagen, was denn die „Arena“ eigentlich bedeutete. Eine Möglichkeit, jenseits von kommerziellen Bedingungen Kunst, Kultur und Musik zu machen, einen Platz für die verschiedensten Versammlungen, ein Stützpunkt diverser Bewegungen, ein wenig „polizeifreier“ Raum, ein Ort für ungezwungene Kommunikation, das alles, und doch irgendwie noch mehr? Womit identifizierten sich eigentlich die Besetzer und Besucher, die zahllosen sich eifrig solidarisierenden Prominenten? Antworten gab es viele, Peter Brückner hielt ergriffen eine Rede, die maoistischen und trotzkistischen Organisationen tüftelten ihre Strategien für die Verhandlungen mit der Gemeinde Wien aus, andere waren einfach dort und fühlten sich wohl. Es gab eine Arena-Zeitung und ein Arena-Lied - „Wir bleim, wir gengan nima furt“, ein von den BesetzerInnen konzipiertes Arena-Theaterstück, – doch die eigentümliche Transzendenz des Projekts „Arena“ blieb unfaßlich. (Am 11. Oktober ließ die Gemeinde Wien das Gelände bis auf einen kleinen Teil, den es heute noch gibt, räumen und in Folge abreißen.) aus Karl Reitter, Die 68er Bewegung - Versuch einer Darstellung Teil 2

Künstler- und Studentenszenen hatte es im Wien der 50er und 60er Jahre natürlich schon gegeben. Doch erst Mitte der 70er Jahre, genauer gesagt mit der Besetzung des alten kommunalen Schlachthofes in St. Marx, im 3. Wiener Gemeindebezirk, etablierte sich eine autonome, eine sub- oder gegenkulturelle Bewegung, die sich eigene Räume und Aktionsmöglichkeiten schuf. Im Anschluß an die Wiener Festwochen, die einige Gebäude am Schlachthof-Gelände bespielt hatten, besetzten einige hundert Leute das Areal und führten die "Arena", wie das Festwochen-Motto gelautet hatte, in Selbstverwaltung weiter. Mit der Gründung eines Kinderhauses, eines Frauenhauses, eines Soldatenhauses, einer Galerie und so fort neben der zentralen Veranstaltungshalle entstand eine höchst eigenwillige "Stadt": Rund 200.000 Besucher nahmen am dichten Musik-, Theater- und Vorlesungsprogramm teil, ehe das Gelände - trotz 70.000 Unterstützungserklärungen - am 11. Oktober 1976 geräumt, die Gebäude abgetragen und das Grundstück an einen Textilimporteur verkauft worden ist. (Die Stadt Wien führte dieses Geschäft über die WIBAG, die Wiener Betriebsansiedlungsgesellschaft, durch; so konnte öffentliches Eigentum wie privates verhandelt werden. [Dietmar Steiner: Die Arenabewegung, in: Bärbel Dannberg u.a. (Hrsg.): die 68er. Eine generation und ihr erbe, Wien 1998, S.145] Die "Arena" hat aber eine Reihe von Nachfolgerinnen erhalten, auf die sich die Stadt durchaus kooperativ eingestellt hat: das "Amerlinghaus" (mit Schreibwerkstatt, Kinderladen u.a.) 1979, das 1981 eröffnete Kunst- und Kulturzentrum "WUK" in der Währingerstraße in einer ehemaligen Fabrik, die eigentlich ein Parkhaus hätte werden sollen, die 1977 (in flächenmäßig bescheidenen Dimensionen) als Musik-Halle wiedereröffnete "Arena" ... Dennoch hatte man nunmehr die Existenz einer mitunter militanten Jugendkultur-Szene zu berücksichtigen: Hausbesetzer und Rasenbesetzer, die der Wiener Polizei zwischen 1979 und 1983 viel aufzulösen gaben. aus: Die regulierte Stadt und der Neo-Populismus

Beispielsweise hatte Hugo Portisch in seiner populären "Österreich II"-Fensehreihe über die Kreisky-Ära die ARENA-Besetzung des "heißen Sommers '76" (Gertrude Fröhlich-Sandner) als das Ereignis hervorgehoben, das neben der Zwentendorf-Abstimmung die zweite Hälfte der siebziger Jahre am meisten geprägt hatte. Und Bruno Kreisky selbst hatte Anfang Juni 1977 erklärt: "Es ist gar keine Frage, daß die ARENA-Bewegung in Wien – wenn man absieht von den politischen Konsequenzen, die manche daraus gezogen haben –, daß das ein elementares Ereignis war und daß die Gesellschaft gut beraten wäre, würde sie derartigem Raum geben." Und dann erklärte Bruno Kreisky, der ja kaum einen besonderen Hang zur Selbstkritik hatte, durchaus selbstkritisch, daß man dieser Entwicklung der Bewegung "nicht in befriedigender Weise entsprechen konnte", daß man "nicht genügend bereit war, Lösungen zu finden". Und er schloß sich ausdrücklich mit in den Kreis derer ein, die hier Fehler gemacht haben! (Grazer Kulturkontakte-Tagung) aus: Dieter Schrage - 20 Jahre Arena (kurzer artikel, umfassed. von mysti ja schon gefunden.)

Urbanität, lange vor den Gasometern

Datenbank des deutschsprachigen Anarchismus - Schlachthof Arena

kulturbewegung arena - eine geplante film dokumentation


Ein zweites Moment des steigenden Einflusses links-alternativer Gruppen kann in jeweils örtlichen Bedingungen gesehen werden, besonders deutlich anhand der Situation in Wien. Für Wien war die Arena, ein selbstverwaltetes Jugendzentrum im Schlachthof St. Marx, ein idealer Ausgangspunkt für organisierten Zusammenschluß gegen AKWs: viele aktive Gruppen, Spontis bis zu linken Kaderorganisationen waren hier vereint tätig. Von 1976 an eine ideale Infrastruktur für die Anti-AKW-Bewegung in Wien, wurde sie später zu einem Gedächtnisort der Jugendbewegung in Wien. Die Arena kann als ein später Ausläufer der Studentenbewegung gesehen werden, und war einer der Höhepunkte von Sponti-Aktivitäten in Wien, die sich einige Jahre später über das selbstverwaltete Jugendzentrum in der Gassergasse bis zu den Hausbesetzungen in den frühen 80er Jahren im 6. Bezirk in Wien fortsetzte. Die Arena, gemeinsam mit der Gründung des Falters 1977, dessen Redaktionskollektiv den Kampf gegen das AKW Zwentendorf als gemeinsames Anliegen explizit machte, waren für Wien solche örtlichen Bedingungen, die großen Einfluß auf die Beteiligung der Linke an der Anti-AKW-Bewegung hatten. aus: iff-Institut für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung - Gerhard Strohmeier: Umwelt, Orte, Topoi, Mythen

und in weiterer folge: Demonstrationskultur (der 80iger) - überarbeitete Fassung eines im Falter 45/99 erschienenen Artikels



      

2003.10.26, 7:20 . typ.o . comment link

habe heute nacht mal in der anarchismus datenbank (kannte ich nicht) aus ihrem linkt aus dem gleichen gesichtspunkt gestöbert. das war eine persönliche zeitreise! allein die titel der publikationen ...



      

2003.10.26, 10:45 . kohlehydrat . comment link

hehehe

genau! :)


















  pixel gelesen
»meine Schokolade besteht zu 85% aus Kakao, fast ist sie staubig, der Rest ist echte Kakaobutter, Zucker und Vanille.
Die Billigplörre der anderen Marken habe ich oben beschrieben. (...) Und wenn ich meine Schoko nicht eingefriere, fressen sie die Motten. Was geb ich auf Päpste. Nix.«

©goelzilla



geschehen
aber du hast es...
aber du hast es gefunden. :-)
mystagog . 2/23/22, 8:53 PM
ich bin wortkarg, ich...
ich bin wortkarg, ich brauch den like-button. (ich hab erst mein...
kohlehydrat . 2/21/22, 5:32 PM
nun, dessen müssen wir...
nun, dessen müssen wir uns wieder entwöhnen
mystagog . 2/21/22, 12:22 PM
Damn
Wo is er denn jetzt, der 'Like-Button'?
schlampi . 2/20/22, 8:03 PM
...besser ist es in...
...besser ist es in diesen so bemerkenswerten zwei jahren nicht...
mystagog . 2/20/22, 12:46 PM
das gefühl hab ich...
das gefühl hab ich auch grad. manchmal bewegt das leben sich...
mystagog . 2/5/19, 9:34 AM
zwecks offenhaltung...
zwecks offenhaltung...
mystagog . 12/13/17, 11:23 PM
lebst du noch schatz?
dein ziwo ich treibe imma noch unheil zum missfalllen von tobi
kleinwolferl . 5/15/15, 12:36 AM
das war auf facebook. edit:...
das war auf facebook. edit: dort hab ichs aber auch irgendwannmal...
kohlehydrat . 6/10/14, 7:03 PM
OT
Sie hatten doch mal ein katzensicheres Fenster gebastelt - ich...
syberia . 6/10/14, 6:36 PM
in anbetracht dessen, dass...
in anbetracht dessen, dass täglich fußballfeldergroße urwälder abgeholzt werden, ist...
genoveval . 5/26/14, 5:57 PM
stimmt, holler braucht viel...
stimmt, holler braucht viel feuchtigkeit und wurzelt auch reichlich und...
kohlehydrat . 5/13/14, 3:45 PM
ok das ist jetzt...
ok das ist jetzt peinlich und vermutlich enttaeuschend. ein holler ist...
kohlehydrat . 5/13/14, 3:40 PM
Ist ja auch eine...
Ist ja auch eine Art Wurzelbehandlung. Wasser wird er viel...
boomerang . 5/13/14, 12:25 PM









Creative Commons License